Aktuelles

Spektakuläre Aktion: Der Gipskarst soll leben!

 

Gips-Abbau im Südharz stoppen!

Prost! Besuch von Umweltschützer*innen von ROBIN WOOD und den NATURFREUNDEN bekam der Gipsabbau-Konzern Casea – ein Zusammenschluss der Südharzer Gipswerke – in Ellrich (Landkreis Nordhausen/Thüringen) jüngst anlässlich seiner 150-Jahr-Feier.

Die Öko-Aktivisten protestierten gegen die Naturzerstörung der ökologisch wertvollen Südharzer Karstlandschaft durch Gips-Abbau und hissten Banner an drei Fahnenmasten in der Einfahrt des Konzerns.

Recycling statt Raubbau

Die Banner griffen das Konzern-Motto „Im Namen der Zukunft“ auf und ergänzten es durch die Slogans „Recycling statt Raubbau!“ und „150 Jahre Artensterben sind genug!“.

Die Aktivist*innen fordern von Casea, weitere Abbaumaßnahmen zu stoppen und auf Gips-Recycling sowie auf die Produktion von Ersatzstoffen für Naturgips umzusteigen.

Der Hintergrund: Die Südharzer Gipskarstlandschaft zieht sich von Sachsen-Anhalt über Thüringen bis Niedersachsen im Landkreis Göttingen und ist ein einzigartiger Hotspot der Artenvielfalt. Dank seiner vielen Risse, Spalten und Höhlen, seiner mineralischen Eigenschaften und seines Mikro-Klimas beherbergt der Gipskarst eine Vielzahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Bedrohte Arten

Zahlreiche Fledermausarten, 400 Schmetterlings- und andere Insektenarten leben dort auf Halbtrocken-Rasen und in seltenen Orchideen-Buchenwäldern. Sogar Relikt-Arten aus der Eiszeit, wie das Südharz-Brillenschötchen und die Alpen-Gänsekresse, haben dort bis heute überlebt.

An den zahlreichen Tagebauen der Gips-Industrie wird der Kontrast offenbar: Wo früher großer Artenreichtum herrschte, machen sich jetzt mondähnliche, öde Gruben breit. Lärm und Staub von Sprengungen und schweren LKWs belasten Anwohnerschaft, Tourismus und Natur.

„Was einmal für den Gipsabbau abgebaggert wurde, ist nicht renaturierbar! Das Artensterben ist genau so tödlich wie der Klimawandel! Wann kommt dieses Wissen in den Konzernen an?“, fragt ROBIN WOOD-Waldreferentin Jana Ballenthien.

Ursula Schäfer von den NaturFreunden Göttingen ergänzt: „Caseas Mutterkonzern, Remondis, ist ein großer internationaler Recycling-Dienstleister. Wir fordern Casea auf, das Wissen der Mutterfirma endlich einzusetzen, um Gips umwelt- und naturfreundlich zu produzieren – zum Erhalt dieser einmaligen Landschaft.“

Erster Erfolg

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat jetzt Abbau-Gegner wie NaturFreunde, BUND, NABU und Heimatbund sowie die Gips-Industrie zum "Runden Tisch" nach Erfurt eingeladen. Wir sind gespannt!

Wir suchen Verstärkung!

Wer hat Lust, unsere Umweltdetektive zu leiten?

Hast Du Spaß daran, unsere Kindergruppe (zwischen sechs und zehn Jahren) mit Kescher und Becherlupe in die Natur rund um unser NaturFreundehaus zu führen?

In unserer Umweltforscher-Station können die Kids dann die Vielfalt der gesammelten Pflanzen und Tiere zeichnen oder sich unterm Mikroskop mal genauer ansehen - im Vordergrund steht der Spaß, die Natur spielerisch zu entdecken!

Wir suchen eine/n Freiwillige/n im Bereich Bundesfreiwilligendienst oder auf  Ehrenamts-Basis - gerne Studenten - (Ehrenamtspauschale) mit Freude an der Arbeit mit Kindern und der Natur!

Interessenten melden sich bitte bei Regina Nebel, NaturFreundehaus, Naturfreundeweg 1:

Tel.: 0551 68796  Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns auf Dich!

Mit Bio-Suppe gegen Umwelt-Frevel

 

  Guten Appetit: Die NaturFreunde Göttingen bei den Umwelt-Aktivisten vor Ort

 

Sie machen Front gegen Umwelt-Frevel:

Umwelt-Aktivisten haben einen Acker bei Neu-Eichenberg/Kassel besetzt. Sie protestieren gegen das dort geplante Logistik-Zentrum der Dietz AG. Der gigantische Logistik-Terminal bei dem Dorf Hebenshausen soll auf einer Fläche von 80 (!) Hektar, das entspricht rund 130 Fußball-Feldern, bestes Ackerland zubetonieren - damit wäre der Terminal größer als das Dorf selbst!

Internet macht´s möglich

Möglich macht solchen Gigantismus der explodierende Internet-Handel mit seinen rasant wachsenden Paket-Lieferungen quer durch die Republik. Die Folgen des Super-Terminals wären gravierend: Eines der besten Ackerbau-Gebiete Deutschlands würde vernichtet. Der Boden würde versiegelt und könnte kein Regenwasser mehr aufnehmen. Pflanzen könnten nicht mehr wachsen und das Treibhaus-Gas CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen. Wertvolle Nahrung würde knapper - bei steigender Weltbevölkerung.

Solidarität mit den Besetzern!

Statt dessen würden Tausende Paket-Liefer-LKWs täglich die Atmosphäre weiter mit Kohlendioxid und Stickoxiden aufladen - die Sommer in unserer Region würden noch heißer. "Ein Wahnsinn angesichts der Klima-Krise!" befanden die NaturFreunde Göttingen und besuchten die Umwelt-Aktivisten vor Ort - und brachten für die Aufrechten kräftige selbstgemachte Bio-Gemüsesuppe mit! Beim gemeinsamen Löffeln kam man sich rasch näher.

Die NaturFreunde Göttingen sprechen sich gegen das geplante Logistik-Zentrum aus und fordern die politisch Verantwortlichen zu einer Revision ihres monströsen und klimaschädlichen Bauvorhabens auf!

Klimaschutztage Göttingen 2019

 

  Staunen bei Groß und Klein: Autos können abgasfrei und preiswert mit Wasserstoff fahren!                                     Fotos: Nebel/Heinrich

 

Öko-Mobilität statt Klima-Kollaps!

Benzin? Nein danke! Viele Kinder bestaunten am interaktiven NaturFreunde-Stand zum Thema "Öko-Mobilität" auf dem Göttinger Klimaschutz-Markt 2019 im Juni unser voll fahrtüchtiges Wasserstoff-Auto - und lenkten den handgroßen Modell-Racer per Fernsteuerung begeistert über die Tische!

Mit Wasserstoff in die Zukunft!

Begleitet wurden die Klimaschützer von morgen von ihren Eltern, die sich angesichts der Klimakrise ebenfalls über die Vorteile des Wasserstoff-Antriebs für den Individualverkehr informierten. Schließlich kann Wasserstoff unbegrenzt aus Wasser gewonnen werden und ist ein klimaneutraler Treibstoff ohne Emissionen - angesichts von 50 Millionen Autos allein auf deutschen Straßen ein riesiger Vorteil fürs Klima!

Auch Niedersachsens ehemaliger Umweltminister, Stefan Wenzel (Grüne), besuchte unseren Stand - wir hatten eine anregende Diskussion!

Gesegelter Bio-Kaffee aus Mexiko

Tags darauf öffneten wir unser Niedrigenergie-NaturFreundehaus zur Besichtigung - und schenkten dazu klimaneutral gesegelten Kaffee aus Mexiko aus, den die FairTrade-Initiative TEIKEI aus Hamburg im vollbesetzten NaturFreundehaus vorstellte.

Atomwaffenfrei. Jetzt!

Ein Atomkrieg in Mitteleuropa wird wieder wahrscheinlicher.                 Die NaturFreunde auf dem Marsch zu den Atombomben

 

20 Wochen gegen 20 Bomben

Es ist ein Friedens-Camp, familiär und voller Musik - und mit einer klaren Botschaft: Kein Atomkrieg in Mitteleuropa!

Solch ein Atomkrieg wird nach der Kündigung des INF-Vertrags (Stationierungsverbot nuklearer Mittelstrecken-Waffen in Europa) durch Donald Trump und Wladimir Putin nun wieder wahrscheinlicher.

20 Atombomben lagern allein im Bundeswehr-Luftwaffen-Stützpunkt Büchel in der Eifel. Für die NaturFreunde Göttingen Grund genug, das Friedens-Camp in Büchel (26. März bis 9. August 2019) Mitte Mai zwei Tage lang zu unterstützen.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung: Stopp der nuklearen Aufrüstung, Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffen-Verbotsvertrag sowie Abzug der Atomwaffen aus Büchel!

Wer sich an der Aktions-Präsenz in Büchel beteiligen möchte: Aktions-Handy vor Ort: 0172 771 32 66. Eine Liste der Unterkünfte kann dort angefordert werden.

 

Wandern auf dem Hohen Meißner

Sie kamen, sahen...  und genossen die Aussicht!

Zum Wandern und Klönen trafen sich im Mai die NaturFreunde-Ortsgruppen Göttingen und Alfeld auf dem Hohen Meißner. Bei herrlichem Sommerwetter und tollem selbst gemachten Kuchen mischten sie die Karten und genossen die Aussicht vom schönsten Berg Hessens. Wir freuen uns schon auf das nächste Bezirks-Wandertreffen!

                                                                                                                                                                                                    Fotos: Rohrig

Tolle Aktion für Schmetterling & Co.!

  Unsere Freiwilligen im Einsatz für die Natur            Geschafft: Regina und Andrea mit den jungen Helfern

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Fotos: Nebel, Heinrich

Gärtnern für die Umwelt

"72 Stunden für eine bessere Welt" - im Rahmen dieser bundesweiten Aktion der Katholischen Kirche griffen acht freiwillige Jungen und Mädchen des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam mit den NaturFreunden Göttingen zu Hacke und Harke. Das Ziel: Eine Schmetterlings-Blühwiese am NaturFreundehaus!

"Wir kommen vom Himmel"...

... leuchtete auf ihren blauen T-Shirts - und anderthalb Tage schufteten Aleksandra, Alex, Cord, Cayenne, Janette, Pascal, Vanessa und Vy am letzten Mai-Wochenende für die Umwelt, unterstützt von den NaturFreunden Walter Birkholz und Andrea und Detlef Gerke. Auch die MaKis, die Tagesmütter und Kleinen der Kindertagespflege im NaturFreundehaus, packten begeistert mit an. Die ausgesäte Blumen-Mischung ist speziell für den halbschattigen Garten geeignet; Arbeitsgeräte stellten die NaturFreunde.

Entschieden für die Natur

"Ich finde es gut, sich schon in jungen Jahren Gedanken über die Umwelt zu machen", erklärt Pascal, 15. Und Aleksandra, 15, ergänzt: "Wir konnten uns im Rahmen der "72 Stunden" verschiedene Projekte aussuchen - interkulturell wie Sport. Wir haben uns eben für die Natur entschieden." Beide kennen sich aus: Pascal hat schon für seine Mutter einen Gemüsegarten angelegt, und Aleksandra hilft im Garten ihrer Oma. Und bei "Fridays For Future" sind die beiden auch dabei.

Zum Abschluss gab es für die freiwilligen Helfer zur Stärkung ein zünftiges Mittagessen im Garten des NaturFreundehauses - der nächstes Jahr dann wunderschön erblühen wird!