Aktuelles

Wandern auf dem Hohen Meißner

Sie kamen, sahen...  und genossen die Aussicht!

Zum Wandern und Klönen trafen sich im Mai die NaturFreunde-Ortsgruppen Göttingen und Alfeld auf dem Hohen Meißner. Bei herrlichem Sommerwetter und tollem selbst gemachten Kuchen mischten sie die Karten und genossen die Aussicht vom schönsten Berg Hessens. Wir freuen uns schon auf das nächste Bezirks-Wandertreffen!

                                                                                                                                                                                                    Fotos: Rohrig

Tolle Aktion für Schmetterling & Co.!

  Unsere Freiwilligen im Einsatz für die Natur            Geschafft: Regina und Andrea mit den jungen Helfern

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Fotos: Nebel, Heinrich

Gärtnern für die Umwelt

"72 Stunden für eine bessere Welt" - im Rahmen dieser bundesweiten Aktion der Katholischen Kirche griffen acht freiwillige Jungen und Mädchen des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam mit den NaturFreunden Göttingen zu Hacke und Harke. Das Ziel: Eine Schmetterlings-Blühwiese am NaturFreundehaus!

"Wir kommen vom Himmel"...

... leuchtete auf ihren blauen T-Shirts - und anderthalb Tage schufteten Aleksandra, Alex, Cord, Cayenne, Janette, Pascal, Vanessa und Vy am letzten Mai-Wochenende für die Umwelt, unterstützt von den NaturFreunden Walter Birkholz und Andrea und Detlef Gerke. Auch die MaKis, die Tagesmütter und Kleinen der Kindertagespflege im NaturFreundehaus, packten begeistert mit an. Die ausgesäte Blumen-Mischung ist speziell für den halbschattigen Garten geeignet; Arbeitsgeräte stellten die NaturFreunde.

Entschieden für die Natur

"Ich finde es gut, sich schon in jungen Jahren Gedanken über die Umwelt zu machen", erklärt Pascal, 15. Und Aleksandra, 15, ergänzt: "Wir konnten uns im Rahmen der "72 Stunden" verschiedene Projekte aussuchen - interkulturell wie Sport. Wir haben uns eben für die Natur entschieden." Beide kennen sich aus: Pascal hat schon für seine Mutter einen Gemüsegarten angelegt, und Aleksandra hilft im Garten ihrer Oma. Und bei "Fridays For Future" sind die beiden auch dabei.

Zum Abschluss gab es für die freiwilligen Helfer zur Stärkung ein zünftiges Mittagessen im Garten des NaturFreundehauses - der nächstes Jahr dann wunderschön erblühen wird!

 

 

Nein zum "BioWärmezentrum"!

   Prof. Dr. Christian Jooß    Futuristisch, aber problematisch: Das neue "BioWärmezentrum" in Göttingen

                                                                                                                  Fotos: Universität Göttingen; Stadtwerke

Sparen statt Verbrennen!

Die Klimaschutz-Ziele der Stadt Göttingen soll es erreichen helfen. Das sagen die Stadtwerke Göttingen als Betreiber des neuen "BioWärmezentrums", das derzeit als Heizkraftwerk an der Ecke Hildebrandstraße/Maschmühlenweg entsteht.

"Das "BioWärmezentrum" ist kein Beitrag zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung, sondern ein umwelt- und gesundheitsschädliches Greenwashing-Projekt", erklärt dagegen Prof. Dr. Christian Jooß von der Umweltgewerkschaft Göttingen. Tatsächlich soll das BWZ über Alt- und Neuholzverbrennung klimafreundlich die Göttinger Innenstadt mit Heizenergie und zusätzlich mit Strom versorgen - wenn denn während des zweijährigen Probelaufs alles klappt.

Potenzielle Giftschleuder

Das Problem: "Durch die massive Verbrennung von Altholz und Restbeständen aus der holzverarbeitenden Industrie gelangen mit den Abgasen unvermeidbar gesundheitsschädliche Stoffe und hochgefährliche Feinstaub-Partikel in die Atemluft", warnt Prof. Rolf Bertram, emeretierter Professor für physikalische Chemie der Technischen Universität Braunschweig.

"Ultra-Feinstäube können nicht gefiltert werden, dringen über die Lunge in Menschen ein und tragen zu Krankheiten wie Allergien, Bluthochdruck, Krebs und Nervenkrankheiten bei", bestätigt Prof. Jooß, hauptamtlich am Institut für Materialphysik der Universität Göttingen und Experte für Nanopartikel.

In der Abkühl-Phase entstehen im Rauchgas, so Jooß weiter, "giftige organische Substanzen und auch Ultragifte wie das Seveso-Gift Dioxin. Dieses ist auf den Oberflächen der Feinstaub-Partikel ebenso vorhanden wie in der Holzasche".

Und in der Abluft-Fahne des neuen Heizkraftwerks liegen Schulen, Kindergärten, Sportanlagen und große Kliniken.

Alternative: Energiesparen!

Das "Bündnis gegen BioWärmezentrum", dem auch die NaturFreunde Göttingen angehören, fordert zur Erreichung der Göttinger Klimaschutz-Ziele statt dessen Energie-Einsparung bis zu 90 Prozent durch moderne Passivhäuser, bessere Wärmedämmung und Wärme-Rückgewinnung bei Altbauten, den Ausbau der Solarthermie für Warmwasser und Raumwärme, dazu elektrische Energie aus Wind und Sonne, kombiniert mit Wärmepumpen und Wärmespeicher, sowie Biogas aus regionalen Kompost- und Kläranlagen.

 

Große und Kleine - alle machten reine!

 

   Müde vom Müllsammeln: Die "Naturzwerge" der Kindertagespflege "Die MaKis" im NaturFreundehaus präsentieren ihre Eimerchen

                                                                                                                                                                                              Foto: Heinrich

"Putzwoche XXL" in Göttingen: Auch die "Naturzwerge" packten begeistert mit an

"Da - Plastiktüte!" Christian, drei Jahre alt, deutet vor sich auf den Waldboden, und sofort stürmen Ella (2), Freyja (2), Aretha (3) und Matteo (3) los, um den Unrat in ihre umgehängten Mülleimerchen zu stopfen. Geschafft! Und schon ist Göttingen wieder ein Stück sauberer...

Auch im April 2019 packten die NaturFreunde Göttingen wieder mit an und machten Göttingen im Rahmen der "Putzwoche XXL - Wir erteilen dem Müll eine Abfuhr!" rund ums NaturFreundehaus sauberer - tatkräftig unterstützt von den "MaKis", den Kindern und Tagesmüttern der naturnah orientierten Kindertagespflege im NaturFreundehaus Göttingen.

Drei Stunden lang klaubten Große und Kleine zusammen, was andere achtlos weggeworfen hatten - von zerbrochenen Flaschen bis zu Zigarettenkippen und Plastikmüll - und machten so das Naherholungsgebiet "Kleiner Hagen" oberhalb der Weststadt wieder zur müllfreien Zone.

"Die Kinder waren ganz begeistert und voll bei der Sache", erläutern die Tagesmütter Helgrit Mattern und Alexandra Killius. Ergebnis der Saubermach-Aktion: drei volle Müllsäcke!

Da darf Aretha, schon ganz müde vom vielen Sammeln, auch mal herzhaft gähnen...

Klarer Fall: Wir sind auch nächstes Jahr wieder mit dabei...!

                                                                                                                                                                             

Wasser in Not!

 

  Börsennotiert: K+S mauert bei Umweltschutz     Salz, nein danke: Volles NaturFreundehaus in Uslar

 

Kaputtes Öko-System, versalzenes Grundwasser, gefährdete Gesundheit

Werra und Weser sind Salz überfrachtet, weil der Kasseler Düngemittel-Hersteller K+S seit Jahrzehnten seine Laugen aus der Salzherstellung unaufbereitet in die beiden Flüsse leitet - ein Umweltskandal.

Das muss aufhören, forderten die Teilnehmer der jüngsten Info- und Diskussionsveranstaltung der NaturFreunde Uslar im März, bei der auch die NaturFreunde Göttingen mitmachten.

SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Schraps (Hameln), Koordinator der Weser-Anrainer und einer der Verhandler mit K+S, berichtete vom aktuellen Stand der Bemühungen um eine Lösung. Dabei werde eine technische Aufbereitung der Salzlaugen, wie von zahlreichen Gemeinden, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden seit Jahren gefordert, von K+S "nicht mehr kategorisch abgelehnt".

Die NaturFreunde-Ortsgruppen Uslar und Göttingen hatten bereits 2013 in einer gemeinsamen Resolution K+S aufgefordert, seine Abfälle an den Produktions-Standorten zu entsorgen. Das gilt nach wie vor: Wir machen weiter Druck!

 

Vorsicht: Gift!

   Geologe Dr. Friedhart Knolle und NaturFreunde im Harz        Gedenkstein der getöteten Zwangsarbeiter

                                                                                                                                                    Fotos: Nebel

Gefährliche Altlasten der Nazi-Diktatur

Bei strömendem Regen und heftigen Sturmböen führte uns Geologe Dr. Friedhart Knolle zu den ehemaligen Sprengsstoff-Produktionsstätten des Dritten Reiches im Harz. Dort mussten im Zweiten Weltkrieg Kriegsgefangene und verschleppte Zwangsarbeiter/innen Bomben, Granaten und Minen mit dem giftigen Sprengstoff TNT befüllen. Viele kamen dabei ums Leben.

Die Gelände der Werke "Tanne" bei Clausthal-Zellerfeld und "Kiefer" in Herzberg sind noch heute mit krebserregenden Altlasten aus der Sprengstoff-Produktion verseucht, die über das Grundwasser und alte Ableitungsrohre bis nach Osterode und Gittelde fließen. Wohin sonst noch, ist unklar. Das Göttinger Tageblatt nahm unsere Exkursion zum Anlass für eine Sonderseite: "Gefährliche Altlasten der Nazi-Diktatur".

Eine weitere Exkursion zu den Stätten der Vergangenheit und Altlasten von heute ist geplant.                                                                                                                                     

Weiße Berge in Gefahr!

Sie ist in Gefahr: Die europaweit einzigartige Gipskarst-Landschaft bei Osterode/Landkreis Göttingen wird seit Jahrzehnten von der Gips-Industrie im Tagebau verwüstet. Wertvolle Pflanzen und Tiere gehen immer mehr verloren!

Völlig unnötig: Alternativen zum Tagebau-Gips stehen längst bereit! Wir NaturFreunde Göttingen setzen uns gemeinsam mit BUND, NABU und Heimatbund für den Stopp der Tagebaue in Niedersachsen und die Ausweisung der Karstlandschaft Südharz als Biosphären-Reservat ein - wie in Sachsen-Anhalt bereits geschehen.

N 3 brachte im Januar 2019 den aktuellen TV-Film "Weiße Berge in Gefahr" aus der NDR-Sendereihe "NaturNah". Das ist unser Erfolg: Unsere Mitglieder Dipl.-Biologin Ursula Schäfer und Fotograf Stephan Röhl haben aktiv am Film mitgewirkt.

Wir fordern: Stoppt die Gips-Tagebaue im Südharz!

In einem Offenen Brief an die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Thüringen haben wir jetzt den Stopp der Gips-Tagebaue und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region gefordert. Das bringt nachhaltige Arbeitsplätze, etwa in Tourismus und Gewerbe, und erhält diese einzigartige Landschaft für künftige Generationen.

 

 So sieht der Südharzer Gipskarst durch die Tagebaue aus - Mondlandschaft.

 Weitere Infos zum Gipskarst im Südharz:    http://www.naturschatz.org/gips/index.html

Offener Brief an die Ministerpräsidenten