Aktuelles

Klimaschutztage Göttingen 2019

 

  Staunen bei Groß und Klein: Autos können abgasfrei und preiswert mit Wasserstoff fahren!                                                                                                                                                Fotos: Nebel/Heinrich

 

Öko-Mobilität statt Klima-Kollaps!

Benzin? Nein danke! Viele Kinder bestaunten am interaktiven NaturFreunde-Stand zum Thema "Öko-Mobilität" auf dem Göttinger Klimaschutz-Markt 2019 im Juni unser voll fahrtüchtiges Wasserstoff-Auto - und lenkten den handgroßen Modell-Racer per Fernsteuerung begeistert über die Tische!

Mit Wasserstoff in die Zukunft!

Begleitet wurden die Klimaschützer von morgen von ihren Eltern, die sich angesichts der Klimakrise ebenfalls über die Vorteile des Wasserstoff-Antriebs für den Individualverkehr informierten. Schließlich kann Wasserstoff unbegrenzt aus Wasser gewonnen werden und ist ein klimaneutraler Treibstoff ohne Emissionen - angesichts von 50 Millionen Autos allein auf deutschen Straßen ein riesiger Vorteil fürs Klima!

Auch Niedersachsens ehemaliger Umweltminister, Stefan Wenzel (Grüne), besuchte unseren Stand - wir hatten eine anregende Diskussion!

Gesegelter Bio-Kaffee aus Mexiko

Tags darauf öffneten wir unser Niedrigenergie-NaturFreundehaus zur Besichtigung - und schenkten dazu klimaneutral gesegelten Kaffee aus Mexiko aus, den die FairTrade-Initiative TEIKEI aus Hamburg im vollbesetzten NaturFreundehaus vorstellte.

Atomwaffenfrei. Jetzt!

Ein Atomkrieg in Mitteleuropa wird wieder wahrscheinlicher.                 Die NaturFreunde auf dem Marsch zu den Atombomben   Fotos: ICAN; NaturFreunde

 

20 Wochen gegen 20 Bomben

Es ist ein Friedens-Camp, familiär und voller Musik - und mit einer klaren Botschaft: Kein Atomkrieg in Mitteleuropa!

Solch ein Atomkrieg wird nach der Kündigung des INF-Vertrags (Stationierungsverbot nuklearer Mittelstrecken-Waffen in Europa) durch Donald Trump und Wladimir Putin nun wieder wahrscheinlicher.

20 Atombomben lagern allein im Bundeswehr-Luftwaffen-Stützpunkt Büchel in der Eifel. Für die NaturFreunde Göttingen Grund genug, das Friedens-Camp in Büchel (26. März bis 9. August 2019) Mitte Mai zwei Tage lang zu unterstützen.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung: Stopp der nuklearen Aufrüstung, Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffen-Verbotsvertrag sowie Abzug der Atomwaffen aus Büchel!

Wer sich an der Aktions-Präsenz in Büchel beteiligen möchte: Aktions-Handy vor Ort: 0172 771 32 66. Eine Liste der Unterkünfte kann dort angefordert werden.

 

Wandern auf dem Hohen Meißner

Sie kamen, sahen...  und genossen die Aussicht!

Zum Wandern und Klönen trafen sich im Mai die NaturFreunde-Ortsgruppen Göttingen und Alfeld auf dem Hohen Meißner. Bei herrlichem Sommerwetter und tollem selbst gemachten Kuchen mischten sie die Karten und genossen die Aussicht vom schönsten Berg Hessens. Wir freuen uns schon auf das nächste Bezirks-Wandertreffen!

                                                                                                                                                                                                    Fotos: Rohrig

Tolle Aktion für Schmetterling & Co.!

  Unsere Freiwilligen im Einsatz für die Natur            Geschafft: Regina und Andrea mit den jungen Helfern

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Fotos: Nebel, Heinrich

Gärtnern für die Umwelt

"72 Stunden für eine bessere Welt" - im Rahmen dieser bundesweiten Aktion der Katholischen Kirche griffen acht freiwillige Jungen und Mädchen des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam mit den NaturFreunden Göttingen zu Hacke und Harke. Das Ziel: Eine Schmetterlings-Blühwiese am NaturFreundehaus!

"Wir kommen vom Himmel"...

... leuchtete auf ihren blauen T-Shirts - und anderthalb Tage schufteten Aleksandra, Alex, Cord, Cayenne, Janette, Pascal, Vanessa und Vy am letzten Mai-Wochenende für die Umwelt, unterstützt von den NaturFreunden Walter Birkholz und Andrea und Detlef Gerke. Auch die MaKis, die Tagesmütter und Kleinen der Kindertagespflege im NaturFreundehaus, packten begeistert mit an. Die ausgesäte Blumen-Mischung ist speziell für den halbschattigen Garten geeignet; Arbeitsgeräte stellten die NaturFreunde.

Entschieden für die Natur

"Ich finde es gut, sich schon in jungen Jahren Gedanken über die Umwelt zu machen", erklärt Pascal, 15. Und Aleksandra, 15, ergänzt: "Wir konnten uns im Rahmen der "72 Stunden" verschiedene Projekte aussuchen - interkulturell wie Sport. Wir haben uns eben für die Natur entschieden." Beide kennen sich aus: Pascal hat schon für seine Mutter einen Gemüsegarten angelegt, und Aleksandra hilft im Garten ihrer Oma. Und bei "Fridays For Future" sind die beiden auch dabei.

Zum Abschluss gab es für die freiwilligen Helfer zur Stärkung ein zünftiges Mittagessen im Garten des NaturFreundehauses - der nächstes Jahr dann wunderschön erblühen wird!

 

 

Nein zum "BioWärmezentrum"!

   Prof. Dr. Christian Jooß    Futuristisch, aber problematisch: Das neue "BioWärmezentrum" in Göttingen

                                                                                                                  Fotos: Universität Göttingen; Stadtwerke

Sparen statt Verbrennen!

Die Klimaschutz-Ziele der Stadt Göttingen soll es erreichen helfen. Das sagen die Stadtwerke Göttingen als Betreiber des neuen "BioWärmezentrums", das derzeit als Heizkraftwerk an der Ecke Hildebrandstraße/Maschmühlenweg entsteht.

"Das "BioWärmezentrum" ist kein Beitrag zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung, sondern ein umwelt- und gesundheitsschädliches Greenwashing-Projekt", erklärt dagegen Prof. Dr. Christian Jooß von der Umweltgewerkschaft Göttingen. Tatsächlich soll das BWZ über Alt- und Neuholzverbrennung klimafreundlich die Göttinger Innenstadt mit Heizenergie und zusätzlich mit Strom versorgen - wenn denn während des zweijährigen Probelaufs alles klappt.

Potenzielle Giftschleuder

Das Problem: "Durch die massive Verbrennung von Altholz und Restbeständen aus der holzverarbeitenden Industrie gelangen mit den Abgasen unvermeidbar gesundheitsschädliche Stoffe und hochgefährliche Feinstaub-Partikel in die Atemluft", warnt Prof. Rolf Bertram, emeretierter Professor für physikalische Chemie der Technischen Universität Braunschweig.

"Ultra-Feinstäube können nicht gefiltert werden, dringen über die Lunge in Menschen ein und tragen zu Krankheiten wie Allergien, Bluthochdruck, Krebs und Nervenkrankheiten bei", bestätigt Prof. Jooß, hauptamtlich am Institut für Materialphysik der Universität Göttingen und Experte für Nanopartikel.

In der Abkühl-Phase entstehen im Rauchgas, so Jooß weiter, "giftige organische Substanzen und auch Ultragifte wie das Seveso-Gift Dioxin. Dieses ist auf den Oberflächen der Feinstaub-Partikel ebenso vorhanden wie in der Holzasche".

Und in der Abluft-Fahne des neuen Heizkraftwerks liegen Schulen, Kindergärten, Sportanlagen und große Kliniken.

Alternative: Energiesparen!

Das "Bündnis gegen BioWärmezentrum", dem auch die NaturFreunde Göttingen angehören, fordert zur Erreichung der Göttinger Klimaschutz-Ziele statt dessen Energie-Einsparung bis zu 90 Prozent durch moderne Passivhäuser, bessere Wärmedämmung und Wärme-Rückgewinnung bei Altbauten, den Ausbau der Solarthermie für Warmwasser und Raumwärme, dazu elektrische Energie aus Wind und Sonne, kombiniert mit Wärmepumpen und Wärmespeicher, sowie Biogas aus regionalen Kompost- und Kläranlagen.

 

Große und Kleine - alle machten reine!

 

   Müde vom Müllsammeln: Die "Naturzwerge" der Kindertagespflege "Die MaKis" im NaturFreundehaus präsentieren ihre Eimerchen

                                                                                                                                                                                              Foto: Heinrich

"Putzwoche XXL" in Göttingen: Auch die "Naturzwerge" packten begeistert mit an

"Da - Plastiktüte!" Christian, drei Jahre alt, deutet vor sich auf den Waldboden, und sofort stürmen Ella (2), Freyja (2), Aretha (3) und Matteo (3) los, um den Unrat in ihre umgehängten Mülleimerchen zu stopfen. Geschafft! Und schon ist Göttingen wieder ein Stück sauberer...

Auch im April 2019 packten die NaturFreunde Göttingen wieder mit an und machten Göttingen im Rahmen der "Putzwoche XXL - Wir erteilen dem Müll eine Abfuhr!" rund ums NaturFreundehaus sauberer - tatkräftig unterstützt von den "MaKis", den Kindern und Tagesmüttern der naturnah orientierten Kindertagespflege im NaturFreundehaus Göttingen.

Drei Stunden lang klaubten Große und Kleine zusammen, was andere achtlos weggeworfen hatten - von zerbrochenen Flaschen bis zu Zigarettenkippen und Plastikmüll - und machten so das Naherholungsgebiet "Kleiner Hagen" oberhalb der Weststadt wieder zur müllfreien Zone.

"Die Kinder waren ganz begeistert und voll bei der Sache", erläutern die Tagesmütter Helgrit Mattern und Alexandra Killius. Ergebnis der Saubermach-Aktion: drei volle Müllsäcke!

Da darf Aretha, schon ganz müde vom vielen Sammeln, auch mal herzhaft gähnen...

Klarer Fall: Wir sind auch nächstes Jahr wieder mit dabei...!

                                                                                                                                                                             

Wasser in Not!

 

  Börsennotiert: K+S mauert bei Umweltschutz     Salz, nein danke: Volles NaturFreundehaus in Uslar

 

Kaputtes Öko-System, versalzenes Grundwasser, gefährdete Gesundheit

Werra und Weser sind Salz überfrachtet, weil der Kasseler Düngemittel-Hersteller K+S seit Jahrzehnten seine Laugen aus der Salzherstellung unaufbereitet in die beiden Flüsse leitet - ein Umweltskandal.

Das muss aufhören, forderten die Teilnehmer der jüngsten Info- und Diskussionsveranstaltung der NaturFreunde Uslar im März, bei der auch die NaturFreunde Göttingen mitmachten.

SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Schraps (Hameln), Koordinator der Weser-Anrainer und einer der Verhandler mit K+S, berichtete vom aktuellen Stand der Bemühungen um eine Lösung. Dabei werde eine technische Aufbereitung der Salzlaugen, wie von zahlreichen Gemeinden, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden seit Jahren gefordert, von K+S "nicht mehr kategorisch abgelehnt".

Die NaturFreunde-Ortsgruppen Uslar und Göttingen hatten bereits 2013 in einer gemeinsamen Resolution K+S aufgefordert, seine Abfälle an den Produktions-Standorten zu entsorgen. Das gilt nach wie vor: Wir machen weiter Druck!